Kommunalwahlen 2021 in Niedersachsen

Die aktuelle Wahlperiode der Abgeordneten in den kommunalen Vertretungen wie die Regionsversammlung, Kreistage, Stadt- und Gemeinderäte, Samtgemeinderäte, Stadtbezirksräte und Ortsräte hat am 1. November 2016 begonnen und wird am 31. Oktober 2021 enden.

Somit sind für die folgende Wahlperiode vom 1. November 2021 bis zum 31. Oktober 2026 allgemeine Neuwahlen erforderlich, die laut Beschluss der Niedersächsischen Landesregierung am 12. September 2021 stattfinden werden.

Gleichzeitig werden im Rahmen der allgemeinen Direktwahlen auch zahlreiche Hauptverwaltungsbeamtinnen und -beamten direkt gewählt. Die eventuell erforderliche Stichwahl ist dann für den 26. September 2021 terminiert.

315 Kandidatinnen und Kandidaten buhlen um 50 Ratssitze – Wahlausschuss hat getagt

Sechs Bewerber für das Amt des Oberbürgermeisters

Bei der Oberbürgermeisterwahl am 12. September treten sechs Bewerber an. Neben Amtsinhaber Jürgen Krogmann (SPD), der sich für eine zweite Amtszeit bewirbt, kandidieren Ulrich Gathmann (parteilos, für die CDU), Daniel Fuhrhop (parteilos, für Bündnis 90/Die Grünen), Jonas-Christopher Höpken (Die Linke), Andreas Sander (parteilos, für die Piraten) sowie Einzelbewerber Michael Stille.

Die Zulässigkeit der Wahlvorschläge für die Direktwahl des Oberbürgermeisters hat der Wahlausschuss unter Vorsitz von Stadtwahlleiterin Dagmar Sachse in seiner Sitzung am Mittwoch, 28. Juli, festgestellt. Außerdem ließ der Wahlausschuss für die zeitgleich am 12. September stattfindende Wahl des neuen Stadtrates neun Parteien,eine Wählergemeinschaft und einen unabhängigen Einzelkandidaten zu. Es bewerben sich 315 Kandidatinnen und Kandidaten um die 50 zu vergebenden Ratsmandate. Das 51. Mitglied im Rat ist der Oberbürgermeister.

Zwei Bewerber kurz vor Fristende

Während Ulrich Gathmann, Daniel Fuhrhop und Jonas-Christopher Höpken sich schon länger als Herausforderer von Oberbürgermeister Jürgen Krogmann positioniert hatten, reichte Andreas Sander die erforderlichen Unterstützungsunterschriften und Unterlagen erst am vergangenen Freitag ein. Kurz vor Ablauf der Einreichungsfrist, die am Montag, 26. Juli, um 18 Uhr endete, zog Michael Stille nach. Eine eventuelle Stichwahl für die Wahl des Oberbürgermeisters findet am Sonntag, 26. September, zeitgleich mit der Bundestagswahl statt.

Wahl zum neuen Stadtrat

Bei der Stadtratswahl ist das Wahlgebiet der Stadt Oldenburg in sechs Wahlbereiche aufgeteilt. Die meisten Kandidatinnen und Kandidaten stellt die SPD mit 72 Bewerberinnen und Bewerbern, gefolgt von der CDU (66), Bündnis 90/Die Grünen (50), der FDP (45), der WFO (26), der Linken (24) und den Piraten (11). Die AfD ist mit sechs Kandidatinnen und Kandidaten vertreten. Erstmals um die Gunst der Wählerinnen und Wähler bei einer Kommunalwahl buhlen die Partei Volt mit neun Bewerberinnen und Bewerbern sowie die Basisdemokratische Partei (dieBasis) mit fünf Bewerberinnen und Bewerbern. Als Einzelkandidat tritt Hilbert Schoe im Wahlbereich IV an.

Letzte Wahl war 2016

Bei der Kommunalwahl im September 2016 war die SPD mit 32,68 Prozent (16 Sitze) stärkste Fraktion im Stadtrat vor der CDU (22,21 Prozent/11 Sitze) geworden. Auf Platz drei kamen damals die Grünen (19,13 Prozent/10 Sitze). Die Linke erhielt 9,88 Prozent (5 Sitze), für die FDP wurden 4,84 Prozent (2 Sitze) gezählt. FW-BFO (1,53 Prozent), WFO (1,22 Prozent) und Piraten (1,17 Prozent) erhielten jeweils einen Sitz im Rat. Neu in den Rat zogen vor fünf Jahren die AfD (4,76 Prozent/2 Sitze) und die LKR, ehemals Alfa, (1,91 Prozent/1 Sitz) ein. Die Wahlbeteiligung lag bei 53,57 Prozent.

Bei der letzten Oberbürgermeisterwahl, die bereits sieben Jahre zurückliegt, hatte sich Jürgen Krogmann (SPD) in der Stichwahl mit 69,21 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen durchgesetzt.